"Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will." - Galilei

Wissen kommt von Lernen

L´etat, c´cest moi - der Staat bin ich. So sprach es einst Ludwig der 14. aus, mit dem mich hoffentlich nichts verbindet, außer der Tatsache, dass besagtes Zitat auch auf meine Stellung innerhalb von textpuls zutrifft. Zwar kann ich Arbeitsspitzen durch den Einsatz von zwei freien Mitarbeitern kompensieren, im Großen und Ganzen aber ist textpuls eine One-Man-Show.

Wie wird man eigentlich Texter...?

Woher wir kommen...

Ich schreibe, also bin ich Texter? Nun, ganz so einfach darf es vielleicht doch nicht sein. Neben dem Beherrschen der Buchstaben mindestens eines Alphabets und der Kenntnis ihrer Anordnung innerhalb von Worten gehört auch ein wenig Erfahrung dazu. Die meine kam folgendermaßen zustande:

Nach Abitur und Zivildienst stand 1996 die Wahl eines Studienfaches auf der Tagesordnung. Voller Euphorie für die edle Ethik der Wahrheitsfindung sollte der Journalismus mein Weg durch den nächsten Lebensabschnitt sein. Dank dem Land Hessen und des dadurch einfachen Erreichens eines guten Notendurchschnitts standen mir die Pforten des Instituts für Publizistik an der Universität in Mainz offen.

Zwei Semester später waren mir zwei Dinge klar. Erstens: Der Journalismus als Beruf hat mit der idealisierten Vorstellung in meinem Kopf wenig zu tun. Zweitens: Dennoch ist das Studium der Publizistik ein universelles Bildungsinstrument, wenn es um das Verständnis von Medien im Allgemeinen geht. Also ging es mit etwas weniger Elan, aber immer noch optimistisch weiter.

Die Bandbreite der besuchten Veranstaltungen wuchs unproportional schneller, als die Vorstellung der praktischen Umsetzung des Erlernten. Das und die chronische Geldknappheit brachten mich zunächst irrtümlicher Weise in die Pferche der Grafikabteilung einer großen Consulting-Firma, wo ich mich nach kurzer Zeit fehl am Platz fühlte, da meine Zukunft gewiss nicht nur in der Gestaltung bunter Folien liegen konnte. Ein besserer Überblick führte mich schließlich in die Räume einer erfolgreichen Marketing-Agentur. Ich fing an, Werbetexte für die Töchter eines deutschen Automobil-Konzerns zu generieren (na gut: und auch bunte Folien für diverse Veranstaltungen zu gestalten) und stellte mich Tapfer der Kritik meiner Arbeitgeber. Nebenbei durfte ich einen großen Erfahrungsschatz im Umgang mit EDV-Systemen sammeln, was mir nicht zuletzt eine weitere berufliche Perspektive aufschloss.

Im neuen Jahrtausend überschlugen sich die Ereignisse ein wenig. Der geebnete Pfad durch die Landschaft des Automobil-Marketings brach ein, die lieb gewonnene Agentur hörte auf zu existieren, und fast zeitgleich beschloss das Schicksal, mich mit Nachwuchs zu segnen. Die daraus resultierende Flucht nach vorne trug mich zunächst an die Universität zurück, wo aber für mich weder Motivation noch Geld zur Versorgung meiner Schutzbefohlenen zu finden waren. Mit der Ermunterung durch meinen einstigen Mentor im Rücken bot sich mir die Selbständigkeit als Weg aus der Not. Nach einem kurzen Zwischenspiel auf gleichem Feld, kamen auch die Autos nun aus Korea und Italien, führte der Pfad in Richtung der neu erlernten Talente und wurde bald von Bits und Bytes flankiert.

Als schöne Erfahrungen am Rande genoß ich vor allem die Gelegenheit, das Reich der Erwachsenenbildung im EDV-Bereich für mich zu erobern. So sah mich unter anderem die Universität in Mainz wieder - wenn auch dieses Mal als Lehrenden auf der anderen Seite des Pultes. Und vielleicht habe ich mit meinen Weiterbildungskursen für andere Institutionen tatsächlich auch dem einen oder anderen Umschüler den Weg aus der Arbeitslosigkeit geebnet.

...und wohin wir gehen

Nach vielen Meilen im Strom der Erfahrungen, die ein mehrjähriges Freiberufler-Dasein mit sich bringt, steht die Frage, in welche Richtung es weiter geht.

Neue Technologien, das Web 2.0 und 3.0, Social Networks und das gnadenlose Rennen um Suchmaschinen-Rankings forderten und fordern stete Weiterbildung in diesem Bereich. Es geht kein Beratungsgespräch bezüglich einer neuen Web-Präsenz zu Ende, ohne dass die Frage auftaucht "Findet man mich dann auch bei Google?". "Natürlich" lautet die Antwort, die Frage ist nur "Bei welchen Suchanfragen". Suchmaschinenmarketing (SEM) und Suchmaschinenoptimierung (SEO) sind die neuen Steckenpferde, wenn es um Webdesign oder Content Management geht. Es ist ein weites Feld; und doch, wenn man es einmal begriffen hat...

Im Ergebnis herrscht ein Zustand, der mich mit großer Zufriedenheit erfüllt: Ich arbeite in einem Bereich, für den ich sowohl theoretische als auch praktische Richtlinien beherrsche, für den ich - in aller Bescheidenheit - Talent habe, und der mir tatsächlich auch Spaß macht. Ich schreibe ebenso gerne werbewirksame Texte, wie ich auch Konzepte für eine erfolgreiche Online-Vermarktung entwickle und selbst umsetze.
Dank der ständigen Weiterentwicklung der medialen Systeme werde ich ein großes Ziel sicher niemals aus den Augen verlieren müssen: Es wird mir nicht langweilig.